Kultur – Sport – Freizeit

Freizeitanlage „Höhwies“

1959 legte die Gemeinde in der Höhwies einen kleinen unbefestigten Kirmesplatz an. Der Höhwiesbach musste deshalb in diesem Bereich verrohrt werden.
1976 musste dem aktiven Vereinsleben sowohl im kulturellen Bereich, als auch im Bereich des Breitensports, Turnen und Gymnastik dringend Rechnung getragen werden. Dies konnte nur durch den Bau einer Sport- und Kulturhalle realisiert werden. Aus Gründen der Attraktivität, der Wirtschaftlichkeit und um Synergieeffekte zu nutzen, war es geboten, einen zentralen Platz innerhalb der Ortslage zu wählen, der allen anstehenden und zu erwartenden Anforderungen gerecht wurde.Am Bedarf orientiert wurde ein Planungskonzept von Stadt- und Ortsratsmitglied Günter Dörrenbächer erstellt und dem Ortsrat vorgelegt. Es ergab sich daraus, dass der heutige Standort bei aller Problematik doch der geeigneteste ist. Ein Nachteil war, dass sich kaum 5 % der Fläche in städtischem Besitz befanden und es sich im Übrigen um überwiegend kleine Parzellen handelte, deren Ankauf zu umfangreichen und zeitraubenden Grundstücksverhandlungen führte.

Das Planungskonzept sah vor:
- Bau einer Mehrzweckhalle in Verbindung mit Feuerwehr- und DRK-Gerätehaus sowie den zugehörigen Funktionsräumen
- Bau einer Internationalen Bahnengolfanlage mit Clubheim
- Anlage eines Kirmesplatzes, der außerdem als Großparkplatz zur Verfügung steht.
- Bau einer Tennisanlage mit Clubheim
Ferner Platz für sonstige spätere Einrichtungen wie:
+ die Anlage des Obst- und Gartenbauvereins
+ Platz für Geräteboxen des „Kaninchenzuchtverein“
+ Wirtschaftsgebäude für die TG
+ Ehrenplatz der „Barbara Bruderschaft

Anbindung der Anlage:
an die Hauptstraße
an den Verbindungsweg Friedhofstraße – Burgstraße
an Pfarrheim und Kindergarten
eigene Notausfahrt für die Feuerwehr zur Burgstraße hin

Durchführung:

1976 kam der Ortsratsbeschluss durch Zustimmung der Verwaltung und des Stadtrates ins Planungs- und Genehmigungsverfahren.
1988 erfolgte der Bau und
1989 die Einweihung der Halle für Sport- und Kultur (Mehrzweckhalle). Sie hat eine Spielflächengröße von 20 x 28 m und verfügt über eine Reihe von Funktionsräumen. Der Bau war eine große finanzielle Herausforderung, da keine Landeszuschüsse zu erwarten waren. Für Bürgermeister Klaus Bouillon und die Vertreter der CDU in Stadt- und Ortsrat war es aber eine Herzensangelegenheit, dem dringenden Bedürfnis der vielen Bliesener Vereine für ihre sportlichen und kulturellen Aktivitäten eine geeignete Halle zur Verfügung zu stellen. Die hervorragende Vereinsarbeit in Bliesen – insbesondere die Jugendarbeit der Vereine, die sich bis heute in der hohen Anzahl beteiligter Jugendlicher ausdrückt – beweist, dass diese Investition sinnvoll und richtig war. Kosten: mehr als 3 Millionen DM
1991/92 wurde zur Abrundung und zur Vervollständigung des Raumbedarfes für den Gemeindebezirk Bliesen und der Vereine das landwirtschaftliche Anwesen „Haus Gillen“ erworben.
Das Haus wurde von der Stadt und der „Teilnehmergemeinschaft Bliesen“ in Zusammenarbeit mit dem „Amt für Landentwicklung“ stilgerecht restauriert bzw. funktionsgerecht um- und ausgebaut. Es setzt heute besondere Akzente für die gesamte Freizeitanlage und damit für den Ortskern Bliesen. Es beherbergt:- das Büro für Ortsvorsteher/in mit Besprechungsraum
- eine Heimatstube (diese dient auch als Besprechungsraum des „Vereins für Heimatgeschichte Bliesen e.V.“)
- einen Veranstaltungsraum in der alten Scheune (der von allen Vereinen auf Anfrage genutzt werden kann)
- einen Veranstaltungs- und Versammlungsraum (dieser wird ständig von der „Viel Harmonie“ und dem Kinder- und Jugendchor genutzt und steht auf Anfrage allen Vereinen zur Verfügung)
- einen Raum für die „Modellbahnfreunde e.V.“
- einen Raum für den „Amateurradio-Club Bliesen“
- eine Krabbelstube (Raum für Krabbelkinder)
- Zwei Wohnungen

Bliesen hat durch die gesamte Freizeitanlage „Höhwies“ eine enorme Aufwertung erfahren und hat sich so zu einem sehr begehrten Wohnort entwickelt!